Triticale (Triticosecale Wittmack)

Triticale ist eine vom Mensch geschaffene Getreideart. Sie ist eine Kreuzung zwischen Weizen und Roggen.

Triticale
Triticale © BGA

Bezeichnung

Triticale (Triticosecale Wittmack, engl. triticale) ist eine Kreuzung aus weiblichem Weizen (Triticum aestivum L.) und männlichem Roggen (Secale cereale L.). Der Name setzt sich aus Triticum und Secale zusammen. Eine umgekehrte Kreuzung nennt man Secalotricum.

Beschreibung

Triticale vereint die Anspruchslosigkeit und Frostresistenz des Roggens mit der Kornqualität, guten Backfähigkeit und Ertrag des Weizens. Die Inhaltsstoffe und der Geschmack sind zwischen Roggen und Weizen anzusiedeln.

Herkunft

1875 wurden in Schottland erste fertile Triticale gefunden. Eine gezielte Züchtung ist aber erst seit den 1930er Jahren möglich. Die Colchicin-Technik ermöglichte die Verdoppelung der Chromosomen. In den 1960er Jahren wurde Triticale in die Landwirtschaft eingeführt.

Verwendungszweck

  • Wird überwiegend als Futterpflanze angebaut
  • Rohstoff für die Lebensmittelwirtschaft (Backwaren, Bier usw.)
  • Kann auch für die Herstellung von Bioethanol verwendet werden

Botanik

  • Wird als Sommertriticale und Wintertriticale angebaut
  • Gehört zu der Familie der Süßgräser (Poaceae)
  • Wird 50 - 125 cm hoch
  • Grannen sind 3 – 5 cm lang und vierkantig
  • Das Aussehen kann sehr schwanken. Manche Sorten sind im Feldbestand eher weizenähnlich, andere eher roggenähnlich
  • Durch die Kreuzung entsteht eine Hybride. Die Kreuzungsnachkommen sind hochgradig steril. Die Chromosomensätze müssen künstlich verdoppelt werden, um fertile Pflanzen zu erhalten (primäre Triticale)