Roggen (Secale cereale)

Roggen ist eine in den gemäßigten Breiten angebaute Getreideart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae).

Roggen
Roggen © BGA

Bezeichnung

Roggen (Secale cereale, engl. rye) stammt aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Diese Getreideart ist in den gemäßigten Breiten verbreitet. Weltweit spielt der Anbau von Roggen eine geringe Rolle.

Beschreibung

Roggen ist eine beliebte Kultur für Lagen mit schlechtem Ertragspotenzial. In Europa wird hauptsächlich Winterroggen angebaut. Er ist die vermutlich jüngste Getreideart.

Herkunft

Der Roggen stammt wahrscheinlich vom wilden Bergroggen (Secale montanum) ab. Ab wann diese Getreideart kultiviert wurde, ist nicht bekannt. Vermutlich kam Roggen als Unkraut bzw. als Verunreinigung von Weizen nach Europa. Auch die Römer kannten den Roggen, sie bevorzugten aber den Weizen als Nahrungsmittel.

Verwendungszweck

  • Wird in erster Linie zu Brotgetreide verarbeitet
  • Futtermittel (z.B. als Grünroggen)
  • Strohgewinnung

Botanik

  • Wird in der Regel als Winterroggen angebaut (kann Temperaturen bis -25° C überstehen)
  • Roggen kann bis zu 200 cm hoch werden
  • Vierseitige, dichte, leicht überhängende Ähre, 5 - 20 cm lang
  • Einzelne, meist zweiblütige Ährchen
  • Die Deckspelzen sind begrannt
  • Der Roggen ist ein Fremdbefruchter
  • Blaugrün-graue Farbe
  • Gezüchtet werden Hybridsorten und Populationssorten