Sojabohne (Glycine max (L.) Merr.)

Die Sojapflanze stammt ursprünglich aus Ostasien und ist eine einjährige Pflanze.

Sojabohne
Sojabohne © BGA

Bezeichnung

Die Sojabohne (Glycine max (L.) Merr., engl. soybean), gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Leguminosae oder Fabaceae) und zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).

Beschreibung

Die Sojabohne zählt zu einer der wichtigsten Kulturpflanzen und ist ein wertvoller Eiweißlieferant. Hauptanbaugebiete sind in Ostasien, Afrika, Südrussland, Nord- und Südamerika zu finden. Sie benötigt feuchtwarmes Klima.

Herkunft

Die Sojabohne stammt aus China und wurde vor rund 5.000 Jahren kultiviert. Der deutsche Arzt und Forschungsreisende Engelbert Kaempfer beschrieb die Sojapflanze nach einer Japan-Reise (1691/92). Im 18. Jahrhundert wurde sie nach Europa, zuerst nach Holland und dann nach Frankreich, gebracht.

Verwendungszweck

  • Gekochte Sojabohnen werden zu Sojamilch, Sojasauce oder zu Tofu verarbeitet
  • Sojaöl, Sojamargarine und Sojaseife
  • Zur Fütterung als Sojakuchen bzw. Sojaschrot

Botanik

  • Die Sojabohne ist eine einjährige, subtropische Pflanze
  • Die meisten Sorten haben eine Wuchshöhe von 20 – 80 cm
  • Am besten wächst sie in feucht-warmem Klima, bei Temperaturen von 24° C - 34° C
  • Die vielen unterschiedlichen Sorten passen sich jeweils an die vorherrschenden klimatischen Bedingungen an
  • Die Blüten sind klein und meistens selbstbefruchtend
  • Die Blühperiode dauert zwischen 3 und 4 Wochen
  • Die Hülsen können 1 – 5 Samen in grüner, schwarzvioletter oder brauner Farbe enthalten
  • Die Früchte sind 2 – 3 cm lang und bei der Reife gelb, grau oder schwarz
  • Die Blätter sitzen an einem dünnen, fein oder dicht behaarten, mehr oder weniger verzweigten Stängel
  • Das Saatgut muss mit dem Knöllchenbakterium Rhizobium japonicum beimpft werden (wird benötigt um Stickstoff aufzunehmen), da diese Bakterien nicht in europäischen Böden vorkommen